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Das Werk delle Benne

IMG_6266Es befindet sich auf dem gleichnamigen Hügel, über dem Levicosee, circa  2 Kilometer vom Zentrum Levicos entfernt. Es wird auch Werk San Biagio genannt und wurde von den Österreich-Ungarn von 1880 bis 1882 errichtet. Es gehört zum Teil der Werke im Vogl-Stil, aus der ersten Phase (Ende der 80er), die sich durch eine Grundstruktur auszeichnen, die aus zwei oder drei, wie ein Hufeisen angeordneten Blöcken besteht und die über eine  zusätzliche Struktur aus Stein für die Nahverteidigung, gepanzert und nicht gepanzert, verfügen, die teilweise mit Erde bedeckt ist, darüber hinaus gibt es einen offenen Hof.
Der Grundriss des Werks ist polygonal und die Nordseite ist mit einem gepanzerten Außenkörper versehen. Eine Reihe von Schützengräben mit Saumpfaden verlief den unwegsamen Bergrücken bis zur Busa Granda (1500m) hinauf.
Zwillingswerk ist das Werk von Tenna, das sich auf dem Hügel befindet, der sich südlich über dem See befindet, es diente als Beobachtungsposten und Depot, aufgrund seiner vorgelagerten Position zur Front. Zu Beginn der 30er wurden die Eisenstrukturen der Werke abgebaut und 1931 aus dem Militäreigentum ausgelagert, am 13.10.1933 wurde es für 3000 Lire der Gemeinde Levico verkauft.

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Das Werk von Tenna 

Es befindet sich auf dem Hügel von Tenna, der den Levicosee vom Caldonazzosee trennt.  Es wurde zwischen 1880 und 1882 konstruiert und bildet, dem österreichischen Militärschema folgend,  mit dem nordöstlich liegenden Zwillingswerk Colle delle Benne eine Art Zangenverschluss des Valsugana und der Ebene von Caldonazzo.
Das Werk von Tenna kontrollierte auch den Zugang zur Straße nach Monterovere, die zu den Befestigungen in Lavarone, auf der Hochebene von Vezzena, führte. Es diente darüber hinaus als Verbindung zwischen dem Werk Pizzo und dem Oberkommando in Trento. Seit 1931 ist es nicht mehr im Besitz des Italienischen Militärs. Das Werk wird mittels Zuschüssen der Provinz seit 2009 restauriert und am 18. August 2012 eingeweiht, allerdings hat man hinsichtlich der Verwaltung des Werkes und der Öffnung für das Publikum noch keine Vereinbarungen getroffen.

 

Der Schützengraben von Grigno

1866 wird die Grenze zwischen dem österreichischen Kaiserreich und dem Königreich Italien festgelegt, sie befand sich in der Lokalität Martincelli, zwischen den Kommunen Grigno (Trentino) und Cismon del Grappa (Venetien). Als der Erste Weltkrieg ausbrach, war das Valsugana somit der östlichste Teil der fünf Sektoren der trentiner Front. Die einzigen Verteidigungswerke der Gegend waren das Werk von Tenna und das Werk Colle delle Benne, in der Nähe von Levico Terme, die jedoch aus dem letzten Jahrhundert stammten und den Ansprüchen der neuen Artillerie dieses “modernen” Krieges nicht mehr gerecht wurden. Als Italien den Krieg erklärte, zogen sich die österreichischen Truppen zurück und Grigno ging sofort an die Italiener.

Auf diese Weise konnte Italien eine neue Verteidigungslinie einrichten, die Österreicher hatten nicht genug Zeit, diese zu organisieren: es gab mehrere Verteidigungslinien, die wichtigsten auf dem Berg Monte Lefre und auf der Hochebene der Sette Comuni, mit Vorposten, die mit Maschinengewehren ausgestattet waren und den Schützengräben im Tal Feuerschutz geben konnten. Eine davon war die Absperrung von Grigno, die aus zwei Bereichen bestand: zum einen eine Linien unter freiem Himmel (mit Holz und Sandsäcken verstärkt) und eine zweite Linie mit einem “großen Schützengraben”, der während des gesamten Konfliktes nie zum Einsatz kam, aber von den Österreichern bei der Einnahme des Caporetto erobert wurde.