MUSE - Trento

foto Matteo De Stefano. Archivio MUSE
 
GESCHICHTE

1922 wurde das städtische Museum der Naturgeschichte von Trento gegründet, es befand sich in Via Verdi, in dem Gebäude, das heute die Soziologische Fakultät der Universität Trento beherbergt. 1964 wird das Trentiner Naturkundemuseum ins Leben gerufen, das administrativ an die Autonome Provinz von Trento gebunden ist.

Im Laufe der 90er Jahre und 2000 modernisierte man das Museum, man organisierte interaktive Ausstellungen und unternahm Untersuchungen. In dieser Phase wurde das Museum außerdem erweitert, wobei  andere, auf dem Gebiet der Autonomen Provinz verteilte, Strukturen einverleibt wurden, wie der Botanische Garten, die Sternenterrasse auf dem Berg Bondone, das Museum der Pfahlbauten am Ledro-See, das geologische Museum der Dolomiten in Predazzo und die limnologische Station des Tovelsees. 2006 errichtet das Museum darüber hinaus eine Zentrum für eine ökologische Überwachungsstation für die Berge Udzungwa, das sich im Inneren des Nationalparks der Udzungwa-Berge befindet.

 
foto Claudia Corrent. Archivio MUSE (6)Die steigende Besucherzahl und die Anzahl der Ausstellungen führten 2006 dazu, dass von der Autonomen Provinz Trento ein Projekt genehmigt wurde, das einen neuen Museumssitz vorsah, das Projekt einer weit reichenden urbanen Aufwertung eines stillgelegten Industriegebietes, wo sich einst Michelin befand.
Am 27. und 28. Juli 2013 wurde der neue Sitz mit allerhand Publikum eingeweiht und das Museum bekam den Namen MuSe – Museum der Wissenschaften.
Das Gebäude ist 130 Meter (Ost/West) lang, mit einer Maximalbreite von 35 Metern (Nord/Süd) und sechs Etagen (zwei Kellergeschosse und vier über der Erde) , es wurde vom international anerkannten Architekten Renzo Piano entworfen. Alle Etagen, mit Ausnahme des zweiten Kellergeschosses, stehen dem Publikum zur Verfügung, es gibt Dauer- und wechselnde Ausstellungen, Verwaltung und Forschung.  Das charakteristische Profil der Struktur erinnert an den zerklüfteten Verlauf der Trentiner Berge und im Besonderen an die Dolomiten. Beim Bau des Gebäudes wurde auf einen sparsamen Energieverbrauch und die Umweltverträglichkeit Rücksicht genommen. Es handelt sich um kein Museum im klassischen Sinn, wo der Besucher  von einer Glasvitrine zur anderen geht. Die Firma Renzo Piano Building Workshop hat das Konzept der „zero gravity“ angewandt: die Ausstattung sieht Ausstellungsstücke vor, die zu schweben scheinen, sie hängen an ganz dünnen Fäden: eine Art Bühneneffekt: Tische, Regalbretter, Bretter, Monitore und Fotos, die sich mit Reptilien, Vögeln aller Art, abwechseln. Sie hängen an der Decke oder am Boden und scheinen in der Luft zu schweben. Diese Ausgestaltung heißt “Grande vuoto” (die große Leere), sie vereint sechs Etagen, von den Dachfenstern bis zum Erdgeschoss (wo man die Dinosaurier findet). Hier gibt es auch Soundeffekte. Es ist empfehlenswert, aufmerksam alle 6 Etagen zu besichtigen: auf der ersten Etage befindet sich die Time machine: eine multimediale Grotte. In ihrem Inneren gibt es  Szenarien eines prähistorischen Lebens: es werden Riten eines Schamanen nachgestellt, wie man sie im Riparo Dalmeri (diese historische Stätte befindet sich im Valsugana) findet. Im ersten Stock ist das FabLab (fabrication laboratory): eine kleine Werkstatt, die dem Publikum offen steht, hier gibt es Instrumente für die „personal – digital fabrication“, wie 3D-Drucker, laser cutter, Vinyl-Plotter, eine Reihe von Arduino-Prozessoren. Man kann alles Mögliche produzieren: von Spielzeug bis zu Lebensmitteln, von Möbeln bis hin zu Musikinstrumenten.
Auf der dritten Etage das Labyrinth der biologischen Vielfalt, es ist dem Wald gewidmet, der Besucher sieht hier die verschiedenen alpinen Panoramen und kann mit der Hand die verschiedenen Ökosysteme anfassen, die  sie charakterisieren. Darüber hinaus gibt es einen Discovery room, der die jüngsten Gäste empfängt  (4/8 Jahre): ein gut ausgestatteter Raum, der euch hilft, die Welt der Natur mit allen Sinnen zu erforschen.
Auf der vierten Etage ist der große Tunnel „Eiszeit-Erfahrung“: ein Multivision-Raum, der 10 Meter lang ist und in dem der Besucher die Erfahrung machen wird, über den Alpen zu fliegen. Man fliegt an atemberaubenden Felswänden herab und erkennt die Gefahr von Lawinen. Das alles Dank von 360 Grad Filmen mit Dolby surround –Effekten. In der Nähe des Tunnels, immer noch auf der vierten Etage, findet ihr eine gut ausgestattete Brücke: eine Strecke des Hochgebirges aus wirklichem Stein.
Auf Etage 0: wer Kinder von 0 bis 5 Jahre hat, dem empfehlen wir den Maxi Ooh-Raum!, der bei der Anwesenheit von kleinen Gästen auflebt und mit ihnen interagiert (auch für die Erwachsenen, die sie begleiten, lustig).
Das Muse befindet sich in Trento in Viale del Lavoro e della Scienza 3, eine Straße im Inneren des neuen Stadtteils Le Albere.
 
 

 

MART - Rovereto und Trento

Das Museum moderner und zeitgenössischer Kunst in Trento und Rovereto ist eines der wichtigsten europäischen Museen. Es wurde 1987 ins Leben gerufen, als ein Amt der Autonomen Provinz von Trento,  arbeitet das Mart an drei unterschiedlichen Orten:  in Rovereto, dem Hauptsitz des Museums (ein großer architektonischer Komplex, der 2002 nach einem Projekt von Mario Botta und Giulio Andreolli  eingeweiht wurde) und im Futuristischen Kunsthauses Depero und in Trento in der Stadtgallerie. Eher als ein „kultureller Pool“, als ein traditionelles Museum entworfen, kommuniziert das Mart auf seinen öffentlichen Plätzen mit der Stadtbibliothek, dem provinziellen Auditorium, dem kommunalen Theater, der Caffeteria und dem öffentlichen Park.  Außer Ausstellungen, Events und Workshops beherbergt es Künstler, Kuratoren, Firmen, internationale und lokale Veranstaltungen. Das Mart ist heute ein Ausstellungsraum auf europäischem Niveau, ein Partner für die wichtigsten internationalen Museen, ein Ort des Dialogs für das Umland und eine komplexe Maschinerie, die kontinuierlich Anreize produziert, die dem Publikum, den Künstlern, den Sammlern, den Firmen und der lokalen Gemeinschaft dienen.

Die zahlreichen Meisterwerke in den Kollektionen des Museums, die seltenen Materialien, die sich in den Archiven befinden und die konstante Qualität der wissenschaftlichen Angebote hat es dem Mart erlaubt, die Zusammenarbeit mit anderen Museen und italienischen, sowie ausländischen Instituten zu festigen und einen Austausch voranzutreiben.

Die wichtigsten Daten 2014: 3.888 Werke Leihgaben aus und für das Mart, 121 Neuerwerbungen, 956 Führungen und 1.200 workshops, mit 49.225 Teilnehmern (Erwachsene, Lehrer, Kinder, Gruppen, Schulen, 91 Forscher im Hauptsitz  im Archiv aus dem 900. 82.000 Bücher, die in der Bibliothek stehen, 2.531 neue Katalogeintragungen und 643 Leihgaben, 6.592 neue File im Fotoarchiv, 394.647 Besucher der website,   64.410 Freunde auf Facebook und 22.500 Follower bei twitter. 22.148 angemeldete Newsletter, 5.512 Artikel über das Museum und seine Arbeit, 51.500 Artikel im Web, 135 Pressemitteilungen, 1.700 Mitglieder im Programm Membership, 318 Tage Öffnung des Museumssitzes, 216.440 Besucher im Jahr 2014, 248.075 Benutzungen des Museums insgesamt.