AUSSTELLUNGEN UND MUSEEN IM VALSUGANA&LAGORAI

Auf euch warten viele Attraktionen, jede einzelne bietet die Möglichkeit, das Territorium und seine Traditionen kennenzulernen.
  • Museum der Landwirtschafts- und Handwerksgeräte – Canezza di Pergine: die landwirtschaftlichen Aktivitäten vergangener Zeiten Tel. +39 0461 530322
  • Museum der Hydroelektrischen Zentrale – Serso: die erste hydroelektrische Anlage des Habsburgerreiches Tel. +39 0461 532448
  • Museum der Musikkapelle – Pergine Valsugana: Sammlung moderner Kunst zum Thema Musik Tel. +39 0461 532448
  • Museum der Schule- Pergine Valsugana: schulische Aktivitäten vergangener Zeiten Tel. +39 0461 532448
  • Museum der Vogelscheuchen – Roncegno Terme: Fotos und über 60 Vogelscheuchen Tel. +39 0461 764387/764028
  • Museum des Bergwerks –Calceranica al Lago: Tel. +39 0461 723161 Mineralpark Calceranica- Calceranica al Lago: wo Pyrit abgebaut wurde  Tel. +39 0461 718091
  • Museum Casa De Gasperi – Pieve Tesino:  das Leben dieses großen Staatsmannes Mobil +39 334 6452867 – Schmiede Tognolli, Borgo Valsugana: Geräte für die Forstwirtschaft und die Viehzucht Tel. +39 0461 754052
  • Dauerausstellung über den Ersten Weltkrieg im Valsugana&Lagorai – Borgo Valsugana: Zeugnisse aus den Jahren 1915-1918 Tel. +39 0461 757195
  • Casa Andriollo, das Leben der Frauen in den Bergen – Olle: eine Ausstellung zum Thema Frauen in den Bergen Tel. +39 0461 754052.

 

Hier einige Beispiele, weitere Informationen in den Informationsbüros unserer Tourismusverbandes.

MUSEUM DER DRUCKE UND DER FAHRENDEN HÄNDLER

Es befindet sich in Pieve Tesino, in Erinnerung an die fahrenden Händler aus dem Tesino,  die mit ihren Drucken durch die ganze Welt reisten, bis in die entlegensten Ecken der verschiedenen Kontinente und dort Geschäfte gründeten oder sogar Verleger wurden.

MUSEO PER VIA Via Alcide De Gasperi 6/A – 38059 Pieve Tesino (TN)
Tel. +39 0461 314247 – info@museopervia.it www.museopervia.it

 

MUSEUM DER SITTEN UND TRADITIONEN VON TELVE

Das Museum der Sitten und Bräuche der Menschen aus Telve wird aktuell vom Verein der Freunde des Ecomuseo des Lagorai, einem Amt, das sich für die Aufwertung der Landschaft, der Geschichte und der antiken Traditionen des Territoriums der Gemeinden Carzano, Telve, Telve di Sopra und Torcegno einsetzt, verwaltet. Diese Gebiete haben eine gemeinsame Vergangenheit, da sie seit dem Mittelalter zur Gerichtsbarkeit der Herren von Castellalto gehörten. Die Aspekte des Heiligen, die antiken ruralen Traditionen und die Almhütten, aus der Vergangenheit und von heute, wie die des Ersten Weltkrieges bilden die Grundlage der Untersuchungen des Ecomuseo.
In der Gemeinde Telve gibt es neben der antiken Burg Castellalto auch das Museum der Bräuche und lokalen Traditionen.
Im Erdgeschoss wurde mit Materialien vergangener Zeiten ein Keller und ein Stall errichtet. Daneben findet man eine Schmiede für die Verarbeitung von Holz und Metall.
Im dritten Stock gibt es einen Haushalt, einen typischen Raum einer Almhütte und einen zentralem Raum, wo man Geräte ausstellt, die in den Bauernhäuser im Allgemeinen genutzt wurden.
Alle Gegenstände wurden von der Bevölkerung der Gemeinde Telve bereitgestellt.


Weiterführende Informationen unter: www.valsuganacultura.it/museodiffuso/museousiecostumitelve.html

 

MUSEUM DER MESSERSCHLEIFER

Das „Museum der Messerschleifer“ in Cinte Tesino ist eine Dauerausstellung, die die Geschichte eines der antiksten und meist praktiziertesten Berufe der Bewohner von Cinte Tesino darstellt, der Messerschleifer,  der die vielen Haushaltsgegenstände schliff.
Die Täler des Tesino galten immer als Orte der Reisenden. Viele fahrende Messerschleifer kamen im Besonderen aus Cinte Tesino. Sie boten in ganz Norditalien ihre Dienstleistungen an, besonders in der Toskana, aber auch im Lazio, in Kampanien und sogar auf Sardinien.
Täglich auf Anfrage unter der Telefonnummer Mobil +39 340 7794648 (Luigi)
 
 

MUSEUM DER HYDROELEKTRISCHEN ZENTRALE

1891 gab es auf der Welt nur wenige funktionierende Elektrozentralen, die meisten wurden von einem Dampfmotor und einige mit Turbinen angetrieben, die mit Wasserkraft funktionierten: 1893 nahm eine große hydroelektrische Zentrale ihre Arbeit auf, sie befand sich an den Niagara-Wasserfällen (USA) und fast nicht zu glauben, auf dem alten Kontinent auch die Zentrale in Serso, in der Nähe von Pergine, mit einem Dreiphasen-Wechselstrom. Sie wurde von der Gemeinde Pergine Valsugana gewollt und zwar auf Initiative acht ihrer Einwohner. Die Stromproduktion verändert den Lebensstandard der Einwohner von Pergine beträchtlich: Beleuchtung mit elektrischen Lampen in den Häusern und den öffentlichen Straßen, die industrielle und handwerkliche Tätigkeit, bei denen jetzt Motoren eingesetzt werden konnten und man als Standort nicht mehr an die Wasserläufe gebunden war. Am Anfang produzierte die neue Zentrale 100 PS Dampf, indem man den Wasserfall des Rio Nero-Baches nutzte, der 188 Meter hoch war und 50 bis 150 Liter pro Sekunde transportierte; oberhalb der Zentrale konstruierte man einen Staudamm, der circa 6000 Kubikmeter Wasser fasste, die saisonal abhängige Wassermenge des Rio-Nero Baches mit berechnet:  von diesem aus transportierte (und transportiert heute noch) ein Metallrohr  das Wasser zur Zentrale, von der aus dann der produzierte Strom im gesamten Ort Pergine verteilt wurde und zwar über extra dafür vorgesehene Linien und Elektrokabinen. Nachfolgende Veränderungen an der Maschinerie der Zentrale erhöhten die Stärke auf 176 Kilowatt, das sind circa 240 PS Dampf.
Im Vergleich zum heutigen Stromverbrauch der Gemeinde Pergine trug und trägt Serso heute noch zu einer kostengünstigen und umweltverträglichen Energieproduktion  bei.


Weiterführende Informationen:
Führungen auf Anfrage: Gemeindebibliothek Pergine
Tel. +39 0461 532448 – Fax +39 0461 531755
pergine@biblio.info.tn.it

 

DAS BERSNTOLER BAUERNHAUS

Als ab dem XIII. Jahrhundert an der linken Uferseite und im oberen Teil des Fersina/Bersntol-Tales die ersten deutschen Emigranten ankamen, gewährten die damaligen Feudalherren den Familienoberhäuptern ein Gebiet von circa 20 Hektar mit der Aufgabe, dort ein Haus zu bauen, das den Namen Maso/Hof bekam.
In einem Bergbauernhof gibt es ein Wohnhaus, einen Stall, ein Heuboden, es ist von Feldern, Wiesen und Wald umgeben. Die Berge befinden sich hingegen in Gemeinschaftsbesitz und jede Familie kann im Hochgebirge, um die Wiesen zu nutzen, einen Sommerstall errichten. Ein Beispiel dieser traditionellen Architektur, die man auch heute noch von Generation zu Generation weitergibt, ist der Filzerhof in Fierozzo.
Die Existenz des Filzerhof geht bis ins Jahr 1400 zurück.
In ihm findet man kulturelle und traditionelle Zeugnisse einer Familie des Tals, die dort über Generationen wohnte.
Durch die Restaurierung (1998 vom Bersntoler Kulturinstitut durchgeführt) und seine Fundstücke wurde er zu einem Identifikationsinstrument der bersntoler Minderheit. Der Filzerhof wertet darüber hinauf das ethnografische und kulturelle Erbe der deutschsprachigen Bewohner des Tals auf. Der Besucher, der sich den Filzerhof anschaut, kann die Besonderheiten eines typischen Bergbauernhofes bewundern, einen wirklichen  Sprung in die Vergangenheit vornehmen. Der Hof verfügt über verschiedene Zimmer mit Originaleinrichtung und Gegenständen (Arbeitsutensilien, Geschirr, Kleidung, Möbel etc.) und nicht zu vergessen den Stall, den Heuboden. Außerdem kann der Besucher in der Sommersaison der Herstellung der sogenannten Kronz (der typische Hut der Rekruten) , der Schindeln, der Wolle und den handwerklich hergestellten Körben beiwohnen.
 

DAS BERGWERK; „DE GRAUB VA HARDIMBL“ GENANNT

Das Bergwerk, das „Gruab va Hardimbl“ genannt wird, gehört den Bergarbeitern, die dort von 1500 bis 1800 arbeiteten. Im Inneren des Bergwerks wird die immense Arbeit der Bergarbeiter  und die benutzte Techniken deutlich. Bei der Führung kann man sich mit dem Leben der Bergarbeiter auseinandersetzen, über die Werkzeuge, die ausgestellten Mineralien und die als Bergarbeiter nachgestellten Puppen mit ihren Arbeitsschürzen, der Kapuze auf dem Kopf und eine Laterne in der Hand ein Bild machen. Die Sinne des Besuchers werden aber vor allem durch die vielen Silberadern im Felsen, den kleinen Bächen und dem gefluteten Teil des Bergwerkes geweckt. Eine unvergessliche Reise durch das Innere des Berges. Die Gruab va Hardimbl kann nur bei einer Führung mit maximal 12 Personen besichtigt werden.  Eine Anmeldung für kleine Gruppen ist empfehlenswert, für umfangreiche Gruppen Pflicht. Für Kinder, Senioren und Gruppen mit mindestens 24 Personen gibt es Ermäßigungen.


KONTAKTE:
Bergwerk: Tel . +39 0461-550053
Gemeinde Palù del Fersina Tel. +39 550001; Fax +39 0461 550105

 

DAS HAUS DES ECOMUSEO IN CANAL SAN BOVO

Infopoint über die Aktivitäten und die Aufgaben des Ecomuseo Vanoi, mit Ausstellungen zum Ecomuseo, einem Raum des Wassers und einem Raum der Erzählungen.
Das ganze Jahr über geöffnet,  von Montag bis Freitag von 9 bis 12; vom 28. Juni bis zum 6. September täglich von 9 bis 12 Uhr, Juli und August auch am Montag und am Mittwoch von 16 bis 18 Uhr und von 20.30 bis 22.00 Uhr.
Eintritt frei.
Weiterführende Infos: www.ecomuseo.vanoi.it