Die Kirchen und Schlösser des Valsugana bilden das wichtige künstlerische und historische Erbe des Tales.  Ein Muss für alle diejenigen, die die Spuren ihrer einstigen Macht erkunden wollen.
 

Das Schloss Pergine (Pergine Valsugana)

Es gehörte einst den Herren von Pergine und im Folgenden vielen wechselndes Besitzern. 1531bis ins 20. Jahrhundert ging es in den Bestand der Kirche und des Bischofs Bernardo Clesio über und wurde danach von einer deutschen Gesellschaft gekauft und restauriert. Es besteht aus 2, der Verteidigung dienenden, Ringmauern und Renaissancegebäuden. Heute ist es u.a. Ausstellungs- und Veranstaltungsort.  

Dienstag bis Sonntag 10.30 bis 22.00 Uhr Montag 17.00 bis 22.00 Uhr
Info: Castel Pergine Pergine Valsugana Tel. +39 0461 531158 www.castelpergine.it
 
 

Castel Ivano – Ivano Fracena

590 n. Chr. erbautes, von robusten Mauern umgebenes und aus 2 Hauptkonstruktionen bestehendes Schloss. Einst römischer Zufluchtsort in einer wichtigen strategischen Position zwischen dem alpinen Raum und der Ebene Venetiens. Seit dem Ende des 1. Weltkrieges im Besitz der Familie Staudacher.

Info:+39  0461.763432 - www.castelivano.it
 
 

MAGNIFICA CORTE TRAPP (Caldonazzo)

Besteht aus mehreren Teilen, Hauptgebäude und Ställe von gezackter Mauer umgeben. Auf der Mauer des Hauptgebäudes ist das Wappen der Familie Trapp, der Grafen von Tirol und der Herzöge Österreichs abgebildet. Geöffnet nur bei Veranstaltungen.
 
 

CASTEL TELVANA  (Borgo Valsugana - Privat)

Im Inneren kann man die Verbindungsmauer bewundern, die die Bastionen verband und einst die Residenz der Barone schützte, heute aber eingefallen ist. Das obere Gebäude stammt aus der Zeit des römischen Reiches, das untere ist gotischen Ursprungs. Man kann das Schloss nicht besichtigen, aber vom Zentrum Borgos aus über einen schönen Spaziergang erreichen.
 
 

CASTEL VIGOLO

Der Platz, auf dem sich das Castel Vigolo befindet, wurde in der vorgeschichtlichen Epoche als „castelliere“ genutzt. Man geht davon aus, dass es wie das castelliere in der Lokalität Castellar, südlich von Bosentino, für die Bevölkerung der Bronzezeit (1500 bis 900 v. Chr.) und auch der Eisenzeit (900-100 v. Chr.) als eine Art Rückzugsort, aber auch als befestigter Ort, an dem man sich ansiedeln konnte, um dort zu bleiben, nicht nur bei Gefahr, diente.
Man nimmt an, dass dieses castellier schon in römischer Epoche eine befestigte Ansiedlung war, denn unterhalb des alten Turmes verlief die Straße, die Trento und das Valsugana verband. Der Besitz der Ansiedlung (Schloss) gehörte lange Zeit den sogenannten „Nachbarn“. Im späten Mittelalter ging das Schloss in den Besitz des Bischofs von Trento über, der den Bewohner dessen Nutzung zuließ, die diese Freiheit mit einer Steuerabgabe beglichen.
Mit dem Vordringen Friedrichs von Schweden und der Angst des Bischofs, dass das Schloss an Gefolgsleute des Imperators gehen könnte, übergab er es einer lokalen adligen Familie, die dem Bischof treu war. Für die Nominierung des Klerus hielt man sich an die Diözese von Feltre, während die Diözese von Trento für die Nominierung der Adligen zuständig war.
1477 eroberte die Familie Tabarelli de Fatis aus Terlago das Schloss. Die aktuelle Form des Schlosses ist das Ergebnis von Restaurierungen aus dem XV. und XVII. Jahrhundert, von der mittelalterlichen  Form blieb nur der Turm übrig, denn das Schloss war auch vielen Angriffen und somit der Zerstörung einzelner Teile ausgesetzt, besonders im XIII. Jahrhundert, durch die Ezzelini. 
 
 

KIRCHEN

Levico Terme - Chiesa di S. Biagio

Sie steht auf dem gleichnamigen Hügel, auf archäologischer Ausgrabungsstätte. Im Inneren findet man kürzlich restaurierte Fresken von 1200-1500. Über einen schönen Spaziergang zu erreichen.
 
 

Roncegno Terme - Chiesa S.S. Pietro e Paolo

Von 1758-1773 auf der vorherigen Kirche wieder errichtet, bewahrt man in ihr den kostbaren Altar von Francesco Guardi auf, der die Heiligen Petrus und Paulus zeigt.
 
 

Calceranica al Lago - Chiesa di S. Ermete

Antikste Kirche des Valsugana, in römisch-gotischem Stil aus dem Jahr 1000, errichtet auf einem, der Diana geweihten, Tempel, dessen Säulenstumpf in der Kirche aufbewahrt wird.
 
 

Val di Sella (Borgo Valsugana) - Eremo di San Lorenzo

Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, mit Fresken eines deutschen Malers versehen und als Gebetsort für Pilger genutzt. Viele Schriftzeichen zeugen von den Pilgerbesuchen und deren Anliegen bzw. Danksagungen.
 
 

Borgo Valsugana - Chiesetta di San Rocco e cappella di San Michele – Sagrato chiesa arcipretale

Die 1509 errichtete und 1516 mit Fresken versehene Kirche wurde als Totenkapelle benutzt. Hier legten die Menschen Gelübde ab, um von der Pest verschont zu bleiben.
 
 

Carzano - Chiesa parrocchiale della Madonna delle Nevi

Barocke, achteckige Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde zum Nationalmonument deklariert, um an eine schwere Schlacht des 1. Weltkrieges, hier in Carzano zu erinnern.
 
 

Castello Tesino - Chiesa di Sant'Ippolito:

Die 1436 errichtete und mit kostbaren Fresken versehen Kirche steht auf dem gleichnamigen Hügel, auf den Resten eines römischen Schlosses, in einer strategischen Position, um einst die antike Via Claudia Augusta Altinate zu kontrollieren.